Fragt man Antenneningenieure nach Breitbandleistung, fallen die Namen planarer Spiralantennen mit hoher Wahrscheinlichkeit früh im Gespräch. Diese flachen, kreisförmigen Strukturen – deren Arme sich wie ein Fingerabdruck oder eine Galaxie nach außen wölben – lösen seit den 1950er-Jahren Bandbreitenprobleme. Und sie sind auch heute noch erfolgreich.
Was ist eine planare Spiralantenne?
Im einfachsten Sinne, einplanare SpiralantenneSie besteht aus zwei oder mehr Metallarmen, die in ein dünnes dielektrisches Substrat geätzt sind und sich spiralförmig von einem zentralen Einspeisepunkt nach außen winden. Zwei Bauformen sind vorherrschend: die archimedische Spirale, bei der sich die Arme mit konstanter Geschwindigkeit ausbreiten, und die logarithmische Spirale, bei der die Kurve exponentiell ansteigt. Beide erreichen dasselbe Ziel – extrem große Bandbreite – jedoch durch eine leicht unterschiedliche Geometrie.
Der Schlüssel liegt im sogenannten Konzept der „aktiven Zone“. Bei einer bestimmten Frequenz strahlt nur ein bestimmter ringförmiger Bereich der Spirale – dessen Umfang der Wellenlänge entspricht – aktiv. Ändert man die Frequenz, verschiebt sich die aktive Zone entlang der Arme nach innen oder außen. Die Antenne ist unempfindlich gegenüber der Frequenz; sie funktioniert einfach immer.
Warum eine planare Spirale wählen?
1. Ultrabreitbandleistung
Das ist das herausragende Merkmal. Eine gut konstruierte Spiralantenne kann mit nur einer einzigen Speisung Frequenzverhältnisse von 10:1 oder sogar 20:1 abdecken – von einigen hundert MHz bis zu mehreren zehn GHz. Für Systeme, die mehrere Frequenzbänder ohne Antennenwechsel abdecken müssen, ist das ein entscheidender Vorteil.
2. KreisförmigPolarisierung durch Natur
Spiralantennen strahlen von Natur aus zirkular polarisiertes Licht ab. Keine externen Polarisatoren, keine zusätzliche Komplexität. Dadurch eignen sie sich ideal für Satellitenkommunikation, GPS und alle Anwendungen, bei denen Polarisationsfehlanpassung oder Faraday-Rotation problematisch sind.
3. Flaches Profil und geringes Gewicht
Da sie auf dünnen Substraten gedruckt werden, sind planare Spiralen flach und leicht. Sie lassen sich bündig auf Oberflächen montieren, sich gekrümmten Strukturen anpassen oder direkt in Systeme integrieren, bei denen Größe ein Problem darstellt.
4. Einheitliches Muster über die gesamte Bandbreite
Im Gegensatz zu manchen Breitbandantennen, deren Strahlform sich mit der Frequenz ändert, weisen Spiralantennen ein relativ stabiles Strahlungsmuster auf – typischerweise bidirektionale Strahlen, die quer zur Ebene ausgerichtet sind. Diese Vorhersagbarkeit ist bei der Planung der Abdeckung von Bedeutung.
Wo Sie sie finden werden
• Elektronische Kampfführung und Überwachung: Systeme, die Signale über ein breites Frequenzspektrum erkennen, stören oder abfangen müssen, nutzen Spiralantennen. Wenn die Herkunft der Bedrohung oder deren Frequenz unbekannt ist, benötigen Sie eine Antenne, die flexibel einsetzbar ist.
•BreitbandÜberwachung und Prüfung: In EMV-Laboren und Spektrumüberwachungsstationen dienen Spiralen als zuverlässige Referenzen für die Messung von Antennen und Systemen über mehrere Frequenzbänder hinweg mit einem einzigen Aufbau.
•Satellitenkommunikation und GPS: Die inhärente zirkulare Polarisation und die große Bandbreite machen Spiralantennen zu einer soliden Wahl für Bodenstationen und Weltraumantennen, insbesondere wenn mehrere Frequenzbänder abgedeckt werden müssen.
• Bodenradar: Kurze Impulse ermöglichen eine große Bandbreite. Spiralen verarbeiten die impulsartigen Signale, die bei der Untergrundbildgebung verwendet werden, ohne Überschwingen oder Verzerrungen.
Ein Gedanke aus dem Labor
Ein Kollege sagte einmal: „Bei einer Spiralantenne tauscht man Verstärkung gegen Bandbreite – und meistens ist das ein fairer Tausch.“ Er hatte Recht. In einer Welt, in der Signale unvorhersehbar sind und sich Frequenzzuweisungen ständig ändern, ist eine Antenne, die sich nicht um die Frequenz schert, ein Luxus, für den es sich zu zahlen lohnt.
RFMiso Planare Spiralantennen
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Veröffentlichungsdatum: 13. März 2026

